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BROTMUSEEN IN EUROPA
   

"Essenskultur" ist kein triviales Thema.Essen und Nahrung spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Kultur und regionalen Identitäten und werden auch als Symbol nationalen Stolzes benutzt.  Andererseits überschreiten Essenstraditions auch nationale Grenzen und verbinden Völker, die sich durch Sprachen, Religionen und Lebensformen voneinander unterscheiden.

Brot ist weitweit eines der grundlegensten Nahrungsmittel bei dem Tisch. Im Vergleich hiermit wissen wir ziemlich wenig über das: symbolische und ethnologische Bedeutungen, historische Einflüsse.Brotvariationen, Back-und Produktionsmethoden, gesellschaftspolitische Auswirkungen und sein Wert in unserem alltäglichen Leben. Traditionelle Rezepte sind in Vergessenheit geraten oder sind auf dem Weg dorthin.

Brot und Bäckereimuseen im ganze Europa(und dar+uber hinaus) widmen sich der Aufgabe, dieses Wissen wiederzuentdecken, zu bewahren und der  Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch sind verstärkt  Neugründungen zu verzeichnen,was ein wachsendes gesellschaftliches Interesse an dieser Thematik erkennen lä?t. Um so mehr bedarf es unterstützender Kampagnen bzw. Projekte, die Aufmerksamkeit auf die Existenz und die Arbeit dieser Museen lenkt, Verknäpfungen zwischen ihnene herstellf und einen Überblick erarbeitet für das in ihnen zusammengetragene Gedächtnis.

Das geplante Handbuch ist basiert auf Schlüsselinformationen, die von Museen aus ganz Europa zusammengetragen werden, deren Sammel-bzw. Ausstellungsschwerpunkt in der ein oder anderen Weise mit Brot und Backen verknüpft ist.Die reich illustrierten Museums-profile(einscnlie? lich Farbabbildungen und essayistischen Annäherungen an Brot) sollen ein praktisches und expressives Instrument bieten für Interessenten jeglicher Art, besonders auch für den Handel und die Backindustrie, indem es ie dabei unterstützt,Werte früherer Brottraditionen wiederzufinden, diese mit ihrem gegenwärtigen Gewerbe zu verbinden und für die Zukunft weiterzuentwickein. Darüber hinaus kann diese Initiative von herausragender Bedeutung sein für die Museen selbst und einen Startschu?etzen für künftige Austauschaktivitäten, Kooperation und Netzwerkbildung.

Das Projekt wird unter der Ägide von ERICAart durchgefuhrt. Es ist ein Sub-Projekt des "European Food Project", dem auf ERICArts Projektliste Priorität eingeraumt ist.

Bislang geleistete Vorarbeiten:
10/97 - 1/98: Konzeptentwicklun und Recherchen zur Identifizierung einschlaegiger Museen.Erarbeitung des Fragebogens und Übersetzung in drei Sprachen.
2/98 - 5/98: Mailing Aktion (Versendung der Fragebogen an die bislang erfa?ten Museen);
6/98:Sammlung und Auswertung der zurückgesandten Fragebogen sowie des beigefügten Materials.

Erste Ergebnisse und Echos von beteiligten Museen:

Die beigefügte Liste führt jene 40 Museen auf, die bereits angeschrieben wurden(Information über das Projekt, Fragebogen, Bitte um Fotografien, einen kurzen Essay und Dokumentationsmaterial). Auf die erste Erhebungsaktion haben 28 Museen geantwortet, tlw. auch mit Hinweisen und Adressenlisten  über bislang nicht berücksichtigte Brotmuseen. Viele Museen antworteten ausführlich und reichten umfangreiches Informationsmaterial ein. Darin wird das Projekt ausnahmslos unterstützt und es werden hohe Erwartungen in seine Realisierung gesetzt.

Man verspricht sich zum Beispiel folgendes: 

- "Ich finde die Idee einer Publikation prime, besonders fur Ausstellungsaustausch" (Muehlerama/CH-Zürich);

- "Inventaire exhaustif des musees traitant le theme; ouverture aux futures collaborations" (Maison du Ble et du pain, F- Verdun sur le Doubs);

- "mehr Kontakte unter den Brotmuseen zwecks Austuasch von Ausstellungen und allg. Erfahrungsaustausch; Steigerung des Bekanntheitsgrads dieser Gattung von Museen" (Deutsches Brotmuseum, D-Ulm); 

- "Verstandlichmachen der Arbeit des Brotbackens; Zustrom von mehr Leuten in die Museen" (Alte Backstube - Bezirksmuseum  Josefstadt)

- "more structural contacts with interested people; more communications between food related museums on an international scale" (Het Warme Land - Nederlands Bakkerij Museum, NL - Hattem)

Projektziele:

Die ersten Reaktionen haben bereits deutlich gezeigt, da? es besonders im internationalen. Ma?stab noch viele Wissenslücken gibt  über Einrichtungen, die sich der Bewahrung und Präsentation von Brottraditionen widmen. Zugleich koennte ein gro?es Interesse festgestellt werden an Zusammenarbeit und Austausch. Diese Tatsache unterstreicht nachhaltig, da? die Intiative zu einer Publikation über europäische Brotmuseen zum richtigen Zeitpunkt gestartet wurde und es gilt, bislang Versaeumtes nachzuholen.

Ein weiteres Ziel ist  , das Bewu?tsein über Brotthemen und ihre vielfältigen gesellschaftlichen Kontexte zu schärfen, womit  ein - bescheidener - Beitrag zu einer stärkere Sensibillisierung für dieses wertvolle Erbe der Menschheit geleistet werden könnte. Das Buch soll  über weigefächerte Verteilungsstränge zugänglich und bekannt gemacht werden, flankiert durch eine effiziente Marketing- und Informationsarbeit.

Parallel zur Erstellung des Handbuches, bzw. in seiner Folge ist daran gedacht, das Kulturgut Brot unter Mitarberit der Museen auch in anderer Form öffentlichkeitswirksam aufzubereiten, etwa als Film oder in einer Ausstellung. Als Rahmen hier für böte sich zum Beispiel sicherlich besonders gut die nächste iba (Internationale Fachmesse "Weltmarkt des Backens") im Jahre 2000 in München an, zumal die Veranstalter planen, zu diesem Anla? auch eine Rückschaut auf "6.ooo Jahre Brot" vorzunehmen.

Unser Wunsch:

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse an dem Thema Brotmuseen und Backtraditionen geweckt haben. Von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln wird es abhängen, ob das Handbuch bzw. andere Darstellungsweisen von "Brot und Welt" tatsächlich umgesetzt werden können. Wenn Sie uns bei der Realisierung der genannten Vorhaben in der ein oder anderen Weise unterstützen möchten, so sind wir jederzeit gerne bereit, uns mit Ihnen hieruüber ausführlicher zu unterhalten.  
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